Wie Ihr wisst, arbeite ich auf einer Wöchnerinnen-Station in einem kleinen Krankenhaus. Gestern hatte ich wieder einmal Spätdienst. Am Sonntag Nachmittag rennen uns die Besucher förmlich die Bude ein. Manchmal sind es an die zehn Besucher, die auf eine entbundene Mama kommen.

Danach sind die Mütter oft völlig erschöpft, die kleinen Babys sind ebenfalls drüber und beiden steht eine fürchterliche Nacht bevor. Außerdem gibt es oft vor lauter Geschenken keinen Zentimeter freien Platz mehr in den Zimmern. Und genau darum soll es heute gehen:

 

Was wünscht sich die frischgebackene Familie?

Diejenigen Besucher, die in Absprache mit der Familie kommen, meine ich ausdrücklich nicht. Aber es kommt gar nicht so selten vor, dass mir Mütter erzählen, dass sie gar nicht erst gefragt werden, ob sie Besuch möchtne oder dass ihre Wünsche nicht akzeptiert werden. Mütter, die sich am Nachmittag größtenteils im Stillzimmer aufhalten (obwohl ihnen das lange Sitzen aufgrund ihrer Verletzungen oft schwer fällt), weil sie nur da ihre Ruhe haben.
Aber auch, wenn die eine Wöchnerin sich viel Besuch wünscht und das mag: Es kann sein, dass es ihrer Zimmernachbarin ganz anders geht und dass diese sich einfach nur nach Stille sehnt.

Und dann die Geburtsgeschenke…

 

Geburtsgeschenke sind toll.

Geschenke sind eigentlich immer toll.
Allerdings nur dann, wenn mit Bedacht geschenkt wird und der Schenkende das Gefühl hat, auch wirklich gemeint zu sein. Wenn sich also wirklich die Frage gestellt wird: Worüber FREUT sich die frischgebackene Mutter eigentlich? Was kann sie für ihr Baby oder für sich noch gebrauchen?

Das meiner Absicht nach mit Abstand unnützeste Geschenk sind Blumen. Nicht falsch verstehen: Einer Frau, die Blumen liebt, Blumen zu schenken, ist natürlich großartig. Jede Frau, die ein Kind zur Welt gebracht hat, hat alles verdient, was ihr Freude macht.

Aber ich bezweifle, dass das für all die Blumensträuße gilt, die tonnenweise auf unsere Station gebracht werden.

Gestern hat ein Besucher ungelogen einen Strauß Blumen mitgebracht, der knapp ein Meter hoch war. Vorausschauenderweise hat er die Blumenvase dafür direkt mitgebracht, denn so eine hohe Vase hätten wir nicht gehabt.

Gut, im besten aller Fälle sind die Blumensträuße teuer und unnütz. Sie sehen in den Einheits-Pappvasen, die unser Krankenhaus anbietet meist total blöd aus und werden zu guter Letzt vorm nach Hause gehen entsorgt.

Im schlimmsten aller Fälle aber stinken sie auch noch bestialisch oder sind sogar giftig – wie die Lilien, die letztens jemand mitgebracht hatte.

Nicht selten wird auch Alkohol zur Geburt verschenkt und dies ist – zumindest für stillende Mütter, die vielleicht gerne was trinken würden, aber es sich ihrem Kind zu liebe verkneifen – ziemlich unangebracht.

Ich persönlich finde auch diese Geburts-Luftballons in blau und rosa doof. Nur damit Ihr wisst, was ich schon einmal NICHT geschenkt bekommen möchte, falls ich jemals nochmal Mutter werde. 🙂

Viele andere Geschenke sind – wenn sie einzeln auftreten – vielleicht ganz schön. Jedoch kommen häufig mehrere Menschen auf dieselbe Idee. Leider glauben viele Menschen außerdem, dass es auf die Größe ankommt und verschenken beispielsweise Teddybären, die dreimal so groß sind wie das Baby.

Aber mein Hauptanliegen ist eigentlich ein anderes:

 

Kommt OHNE große Geschenke ins Krankenhaus!

Schickt alle Geschenke direkt zu den frisch Entbundenen nach Hause oder bringt sie zum einem Zeitpunkt, den die Familie als angenehm empfindet dort vorbei.

Eure Freunde brauchen NICHTS von dem, was ihr da anschleppt. Wirklich nicht.

Nach drei Tagen Aufenthalt mit einem Neugeborenen aufbrechen zu müssen, gleicht sowieso – gerade für Erstlings-Eltern-  einem logistischen Großereignis. Oft schafft es die Mutter überhaupt nicht irgendetwas zu packen, weil ihr am dritten Tag das Baby kurz vor dem Milcheinschuss permanent an der Brust hängt und sie vor lauter Hormonen und Schlafmangel total am Ende ist. Dies erledigen dann die Väter (wenn vorhanden), die aber auch zur emotionalen Unterstützung benötigt werden. Stattdessen müssen sie aber drei mal zum Auto rennen, um alle Geschenke einzuladen. Hatte die Familie geplant, zu Fuß oder mit der Bahn nach Hause zu kommen, dann habe ich auch schon mehrfach erlebt, dass der Vater mehrere Male mit der Bahn nach Hause fahren musste, um alle Geschenke heim zu bringen. Oder die Familie hat sich schlussendlich ein Taxi bestellt.

Ich weiß, dass alle Besucher den frisch gebackenen Eltern nur etwas Gutes tun möchten, um ihre Freude auszudrücken. Aber vielleicht könnte man größere Geschenke auch einfach fotografieren? Oder anbieten, mitgebrachte Geschenke erst einmal wieder mitzunehmen und den Eltern ein anderes Mal direkt nach Hause zu bringen?

 

Es folgt eine kleine Ideensammlung für Geburtsgeschenke. Viele von ihnen sind natürlich nur einmal sinnvoll. Viele von ihnen sind nicht für ALLE Mütter. Dass man einer Mutter, die sich nicht vorstellen kann, ihr Kind in einer Tragehilfe zu tragen keine Trageberatung schenkt, sollte sich eigentlich von selbst verstehen.

 

Ideen für sinnvolle und/oder schöne Geburtsgeschenke

¥ In der Schwangerschaft „verbotene“ Lebensmittel wie beispielsweise Sushi oder Mettbrötchen

¥ Nährstoffreiche Power-Snacks für die langen Still-Nächte (in Krankenhäusern gibt es oft schon um 17.30Uhr Abendessen)

¥ Ein Gutschein für eine Trageberatung

¥ Finanzielle Unterstützung beim Kauf einer qualitativ hochwertigen Tragehilfe und im Herbst/Winter einer Tragejacke

¥ Gutscheine für Lebensmittel-Lieferdienste wie beispielsweise HelloFresh (so können die Eltern gesund kochen ohne selbst das Haus verlassen zu müssen) oder auch Gutscheine für einen Drogeriemarkt oder einen Kinderbekleidungsshop mit ausgefallenen Sachen

¥ Für die Familie kochen

¥ Genähte Hüllen für das Untersuchungsheft (beispielsweise über Dawanda.de)

¥ Personalisierte Kuscheltücher

¥ Wellness-Gutscheine für die Mutter (aber nichts, wo Mutter und Baby für längere Zeit voneinander getrennt werden müssen, sondern beispielsweise eine 30-minütige Kopf-Nacken-Massage inklusive mit dem Baby in der Zeit spazieren gehen)

¥ gestrickte Babydecken, Mützchen, Socken oder Babylegs

¥ ein Pucktuch

¥ ein Sonnensegel für den Kinderwagen

¥ einen Still-Schal (nicht, dass man so etwas braucht, aber viele sehen wunderschön aus und sind auch noch nach der Still-Zeit ein nettes Accessoire)

¥ hochwertiges Baby-Spielzeug

¥ Gutscheine für einen Baby-Massage-Kurs, ein Baby-Shooting, Kanga-Training oder oder oder…

¥ für gute Freunde: Regelmäßige praktische Hilfe beispielsweise einen festen 1-2-stündigen Termin in der Woche, an der die Freundin sich etwas wünschen darf (eine ungestörte Zeit in der Badewanne, Wäsche aufhängen, etwas sauber machen, was zu lange liegen geblieben ist oder oder oder)

¥ Praktische Hilfe mit dem älteren Geschwisterkind beispielsweise einen Kindergarten-Bring-und-Hol-Dienst in den ersten Wochen

 

Wenn das Mutter und Baby nach der Geburt getrennt sind

Wenn Mutter und Baby nach der Geburt getrennt werden müssen, ist das eine emotionale Zerreißprobe für die Mutter. Viele Mütter berichteten, wie wichtig Besuch für sie war, um mit der belastenden Situation umgehen zu können und wie gut ihnen gerade dann ein schöner Blumenstrauss tat. Eine Mutter erzählte, dass sie es schmerzlich vermisst habe, dass ihr zur Geburt ihres sehr früh geborenen Babys gratuliert wurde oder dass sie Geschenke bekam. Die verständliche Unsicherheit ihrer Freunde und Verwandten führte dazu, dass sie sich in dieser Zeit sehr allein fühlte.
Es ist leider auch oft so, dass wir vom Pflegepersonal nicht wirklich auf die emotionale Belastung eingehen, weil wir genug mit den Müttern zu tun haben, deren Kinder da sind und die unsere Unterstützung brauchen oder weil wir selbst auch schlicht nicht wissen, wie wir mit der Mutter umgehen sollen.

Ich würde mir wirklich wünschen, dass wir immer mehr den Mut hätten, die betreffende Mutter zu fragen, was sie braucht. Wie wir ihr helfen können. Worüber sie sich freuen würde. Und ihr zuhören, wenn sie uns erzählen möchte, wie es ihr geht und was alles in ihrem Kopf und ihrem Herz vorgeht.

 

Und wie war es bei Euch?

Über welche Geburtsgeschenke habt Ihr Euch am meisten gefreut? Und was waren die nutzlosesten Geschenke, die ihr erhalten habt? Schreibt es mir in die Kommentare!

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Natascha Makoschey (33) hat einen 8-jährigen Sohn und arbeitet als Kinderkrankenschwester in der Geburtshilfe. Wenn sie nicht gerade Bücher liest, zwangsweise Uno spielt oder darüber nachdenken muss, welchen Pokémon sie am liebsten mag, dann quatscht, strickt oder singt sie.

    15 Comments

  1. Linde

    Antworten

    Oh das beste was ich bekam war ein still fresspaket. Das war auch gleich im kh aufgefuttert. XD ansonsten haben meine Freunde immer soweit mitgedacht und es erst geschenkt als wir zu Hause waren. 🙂

  2. Alexandra Röpnack

    Antworten

    Wow, wie bitter. 🙁

    Ich habe ganz andere Erfahrungen gemacht. Sowohl als Mutter als auch als Schenkende.

    Blumen bereiten Freude, bringen Farbe ins triste Krankenhaus-Hellgelb. Ich habe mich über jeden Strauß gefreut.

    Die Geschenke hat bei uns (genau wie bei befreundeten Pärchen) der Papa zwischendurch immer schon mal mitgenommen. So lag im KH nicht zu viel rum und es war auch am letzten Tag nicht alles auf einmal zu schleppen.

    Ja, nicht jeder schenkt mit Bedacht. Das ist schade, wird sich durch so einen Angriff auf die Freunde und Verwandte aber eh nicht bessern. Trotzdem sollte man den Besuchern nicht die Freude am Schenken nehmen.

    Und rückblickend kann ich nur sagen: Lieber viele Besucher, die ihre Geschenke loswerden wollen, im KH und dafür Ruhe zuhause als andersrum!

    Und die angeblich tollen Geschenkideen am Ende des Beitrags sind auch nicht pauschal toll. (Wie viele U-Heft-Hüllen braucht eine Mutter? Und was soll sie mit Trageberatung, wenn sie gar nicht tragen will?)
    Es bleibt doch das Grundproblem: Vor dem Schenken denken!

    • Natascha Makoschey

      Danke für Ihre Gedanken!
      Als Stillbegleiterin sind für mich die ersten Tage quasi heilig. Sowohl Bonding als auch Milchbildung kann durch zu viel Besuch und Stress empfindlich gestört werden. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „Oxytozin ist ein scheues Reh“. Das Hormon verpieselt sich einfach und heraus kommen oft Babys, die viel weinen (und das betrifft auch die Mütter, die nachts dann oft zusammenbrechen), dauerstillen oder/und manches Mal auch zugefüttert werden müssen. Ich gebe gerne zu, dass natürlich die Krankenhausatmosphäre generell seinen Teil dazu beiträgt. Ich bin immer sehr zwiegespalten, was den Aufenthalt im Krankenhaus angeht. Mein nächstes Kind würde ich ambulant entbinden, sofern die medizinische Situation das zulässt.
      Und natürlich mag es Frauen geben, die viel Besuch überhaupt nicht stresst (das hängt ja auch immer vom Besuch ab). Aber gilt das auch für die Frau, die im Nachbarbett liegt? Beispielsweise die Frau, die verzweifelt auf ihre Wehen wartete am Sonntag und komischerweise (Ironie!) überhaupt nicht in einen Geburtsmodus kam, weil die Frau neben ihr so viel lauten Besuch hatte. Ja, es ist echt schwierig in einem Krankenhaus allen gerecht zu werden. Wir Krankenschwestern diskutieren auch regelmäßig über den Sinn und Unsinn von Besuchszeiten. Fakt ist, dass in vielen Familien überhaupt nicht darauf geguckt wird, was die frischen Mütter brauchen. Das ist traurig und die Mütter flüchten sich oft zu uns in Stillzimmer, damit sie ihre Ruhe vor den Verwandten haben. Deswegen sind die meisten der Kollegen eher dazu die Besuchsregeln noch zu verschärfen. Ich persönlich würde mir eine individuellere Lösung wünschen, aber tatsächlich ist das im Alltag natürlich schwer zu entscheiden.

      Die Geschenkliste werde ich noch einmal überarbeiten und ergänzen dank der vielen Geschichten, die mit mir geteilt wurden. 🙂

  3. Barbara

    Antworten

    Hallo Natascha, wie erfrischend dein Beitrag doch ist.
    Ich kann von Glück reden, dass ich nicht mit Geschenken bombardiert wurde – es waren wirklich nur Kleinigkeiten und über den einen Blumenstrauß hatte ich mich tatsächlich sehr gefreut (Ich war allerdings zu dem Zeitpunkt auch schon über eine Woche im Krankenhaus).
    Mich störte nur der Besuch meiner Bettnachbarin – sie blockierten das gesamte Zimmer und das am Tag nach meinem Kaiserschnitt. Ich hatte den Urinbeutel noch am Bett hängen, war fertig mit der Welt und wusste mir gar nicht zu helfen. Heute würde ich um Ruhe bitten und im Notfall auch eine der netten Krankenschwestern rufen. Letztendlich hatte aber meine Bettnachbarin dann nachts damit zu kämpfen, denn ihr Sohn ließ sich gar nicht beruhigen und verarbeitete wohl den ganzen Stress vom Tag in der Nacht. Gut, dass sie dann das Zimmer verließ und wir wirklich schön schlummern konnten.
    Ich fände es schön, wenn die Leute sich mal Gedanken machen würden und sich mit den Eltern absprechen würden. Oma und Opa, Geschwisterkinder und eventuell noch ein oder zwei Tanten und Onkel – das über die Zeit im Krankenhaus verteilt, ist ja noch ok. Aber wenn mehr als zwei Besucher das Zimmer fluten, dann ist es nicht mehr schön. Nicht schön für die, die auch im Zimmer liegen noch für die Besuchte und vor allem nicht für die Babys.
    Weshalb tut man das überhaupt? Weil jeder an erster Stelle stehen will um das Baby zu sehen – das ist reiner Egoismus.
    Ich schlage vor, dass wir werdenden Eltern ganz klar Stellung nehmen und die ersten sechs Wochen höchstens Besuch empfangen, der sich angekündigt hat und dem wir zustimmten und dann auch nur für eine gewisse Zeit und nicht länger als vereinbart. Es geht hier nämlich um uns und unser Kind – wir können in der Nacht nicht schlafen und nicht die Besucher! Argumentation wäre, dass die Besucher uns ja eine Freude machen und nicht noch Schaden anrichten wollen. Wer das nicht versteht, der hat eben Pech gehabt!
    Herzlichen Dank für deinen Artikel 🙂

  4. Karin

    Antworten

    Hihi. Toller Artikel! Also ich habe im Krankenhaus gottseidank kaum Geschenke bekommen. Die meisten dann erst zuhause. Und die engeren Freunde hatten auch ein gutes Händchen für „gute“ Geschenke bzw. haben vorher gefragt. Am nützlichsten waren tatsächlich die DM- und BIPA-Gutscheine. Am meisten gefreut habe ich mich über einen Gutschein für ein Einkaufszentrum in der Nähe, mit dem ICH mir etwas schönes kaufen sollte!
    Am nutzlosesten fand ich die 4(!) Windeltorten von Nachbarn und Freunden – wir hatten nämlich null Bedarf, weil wir mit Stoffwindeln gewickelt haben – und die dort angebundenen ca. 10 Schnuller (haben wir nie benutzt, weil unsere beiden Kinder keinen bzw. nur eine andere Marke von Schnullern mögen). Und ebenso Badezusätze, Fläschchen, Wundschutzcreme (geht nicht bei Stoffwindeln) und eine Wind- und Wettercreme – alles völlig unnötig und ist im Müll gelandet. Anfangs komisch beäugt – aber dann positiv überrascht haben mich Windelwegwerfbeutel (sagt man so?). Die kamen nach 3 Jahren im Urlaub für die Stinkewindeln doch noch zum Einsatz – und finde ich genial, um bei kinderlosen Freunden / Schwimmbad / Restaurant die Windeln guten Gewissens im Haushaltsmüll entsorgen zu können.
    Danke für deine guten Tipps. Ich hoffe, hier lesen nicht nur Mütter, sondern auch kinderlose Tanten, Onkel und Nachbarn – und informieren sich bevor sie was schenken…! 🙂

  5. Tanja Rainer

    Antworten

    Mein allerliebstes Geburtsgeschenk kam von meiner Schwiegermutter 😊 Sie hat uns eine selbstgenähte krabbeldecke, an der sie sicher zahllose Stunden gearbeitet haben muss, geschenkt.

  6. Kristin - mam05gfy

    Antworten

    Huhu,

    ich kann deinen Beitrag nur unterschreiben. Ich habe bei K1 ungelogen 30x Bade- und Duschzusätze bekommen (nicht eines von Weleda, sondern nur Bübchen Penaten und Hipp). Das erste mal hab ich einen Duschzusatz aber erst benutzt als er laufen konnte und wirklich schmutzig war, also mit einem Jahr. Vorher hat es klares Wasser getan. Und das blödeste von allem…Er verträgt nur Weleda. Ich habe alle Zusätze mittlerweile in der Kita als zu verschenken aufgestellt.
    Mein bestes Geschenk habe ich aber auch im Krankenhaus geschenkt bekommen bei K2 vor 4 Wochen: eine Trage von Fidella, welche ab der Geburt nutzbar ist. Einfach großartig!

  7. Christina

    Antworten

    Das tollste Geschenk, das mir zur Geburt meines Sohnes gemacht wurde, war eine selbstgekochte Wochenbettsuppe von meinen Nachbarn.
    Das war besser als jedes noch so gut gemeinte Geschenk – denn weder ich noch mein Mann mussten sich für ein paar Tage Gedanken über meine gesunde Verpflegung machen und außerdem hatte ich eine wunderbar wohltuende Stärkung!

  8. Silke

    Antworten

    Beim Zweiten haben wir erst NACH den ersten ruhigen Tagen nach der Geburt bekannt gegeben, dass Sohnemann da ist 🙂 …außer natürlich der Familie. Das tollste Geschenk war ein Gutschein für frisch gekochtes Mittagessen vor die Haustür geliefert und die „Große“ – in – die _Kiga- Fahrservice :).

  9. Renate

    Antworten

    Oh wie recht du hast! Ich habe den Besuch im Krankenhaus quasi verboten. Sehr zum Unmut meiner Familie. Die viele Besuch beim ersten Kind, die ersten direkt 3 Stunden nach der Geburt, waren alle lieb gemeint, letztendlich aber einfach zu viel. Mit unsinnigen Geschenken haben sie sich zum Glück zurück gehalten. Meine Mama hat mir Obst mitgebracht und eine tolle Decke fürs Baby, diese durfte mich dann auch beim zweiten Kind wieder begleiten.

  10. Marlen

    Antworten

    Eines der nutzlosesten Geschenke war eine große Packung Wegwerfwindeln, obwohl wir von Beginn an gesagt haben, dass wir mit Stoffwindeln wickeln werden.

  11. Yvonne

    Antworten

    Da kann das Krankenhaus aber auch sehr gut gegensteuern!
    In dem Krankenhaus in dem meine Tochter auf die Welt kam, gab es eine strikte Regel das sich immer nur eine gewisse Anzahl an Besuchern im Zimmer aufhalten dürfen und es wurde auch sehr freundlich, aber bestimmt auf die Cafeteria hingewiesen.
    Noch dazu gab es eine Magnetkarte, ohne die kam man gar nicht in den Wickel- und Stillbereich, dort hatte normalerweise auch nur die Mutter mit Baby „Aufenthaltsrecht“ in Ausnahmen auch mal der Papa oder ein neugieriges Besucherkind…

    Auch sollten Fresspakete mit stark riechenden (aber bestimmt extrem leckeren) Gerichten draussen bleiben. Dazu war wohl eine arabische/türkische Familie Anlaß die jeden Tag im Zimmer ein Picknick abhielt 😉

    Das schönste Geschenk war der Teddy von meinen Eltern, er ist auch heute noch, nach 7 Jahren, ein Begleiter ohne den sie nicht schlafen kann bzw will. Ich hoffe er hält noch ein paar Jahre durch…

    Ich hatte nicht so viel Besuch und unnötige Geschenke kamen erst nach ein paar Monaten, z.B. der Strampler in Größe 68, als sie schon fast ein Jahr alt war…

    Über (Glas!!!)Fläschchen hätte ich mich sehr gefreut, da ich trotz meist geduldiger Unterstützung die Milch nicht zum rausfließen überreden konnte, hatte mehr als genug, die war allerdings zu schüchtern. Ich habe dann nach 6 Wochen stillen – Fläschchen geben – abpumpen – spülen und abkochen aufgegeben…

  12. Andrea

    Antworten

    Musste beim Lesen deines Textes ab und zu schmunzeln. Vor meiner ersten Geburt hat mich keiner verstanden in meinem Umfeld, dass ich nur Besuch wollte auf Voranmeldung. Alle waren der Meinung, dass es doch schön sei, wenn sich alle mitfreuen. Und weil mein Wunsch einfach ignoriert wurde, sogar mein Mann verstand mich nicht, hatte ich dann tatsächlich an einem Nachmittag 13(!) Besucher zeitgleich im Zimmer (hatten „zum Glück“ ein Familienzimmer, so dass wenigsten keine andere Wöchnerin in Mitleidenschaft gezogen wurde). Und jeder fühlte sich auf den Schlips getreten, weil ich mein Baby niemandem zum Halten gegeben habe. Abends war sogar mein Mann komplett erledigt und konnte endlich nachvollziehen, warum ich mir das nicht gewünscht habe im Vorfeld. Bei der zweiten Geburt wurde dann Rücksicht genommen auf meine Wünsche. 🙂 Und dass allerbeste Geburtsgeschenk, dass ich bekommen habe, war ein Wochenbettkorb. Den hat mir eine liebe Freundin direkt nach Hause gebracht, einfach nur kurz an die Tür, gefüllt mit einer Lasagne (mit Anis und Kümmel drin), einer Wochenbettsuppe, Stillkugeln, einem frischen Brot, Konfitüre, Butter. So waren wir für ein paar Malzeiten super versorgt. So genial! Ich mache in meinem Freundeskreis nun auch Wochenbetttaschen als Geschenk zur Geburt. Habe den Inhalt aber noch ein bisschen erweitert mit Musterpackungen mit Stilleinlagen (kriegt man ja gratis in vielen Apotheken oder Drogerien), dem Granatapfelöl von Weleda für Mamas Bauch und ein paar schönen Mulltüchern fürs Baby. 🙂